Ensembleproben: Basics


Hier zur Anregung für die eigene Arbeit einige grundlegende Dinge, die mir im Ensemblespiel wichtig sind:

Grundlagen

  • spielbare Stücke auswählen,
  • aber Mut zum gewagteren Strich oder Fingersatz, wenn es dem Klang dient;
  • Striche rechtzeitig einrichten, ggf. frühe Stimmproben;
  • Standardsituationen exemplarisch üben;
  • Dinge erst klanglich ausprobieren, bevor man sie diskutiert;
  • verschiedene Zugänge: mal hilft es, den Klang zu beschreiben, mal in Hinweis
      zur spieltechnischen Umsetzung, ein anderes Mal ein Vorstellungsbild                

Spielweise

  • ein gemeinsames Metrum in größeren Notenwerten oder ganzen Takten gemeinsam empfinden: dann lösen sich viele rhythmische Probleme und          das Zusammenspiel wird flüssiger und homogener;  
  • alle führen gemeinsam (zumindest an vielen Stellen);
  • Wechsel zwischen aktivem und passivem Spiel, wach und mit flexibler Haltung;
  • kammermusikalisch spielen, in den Proben wie beim Konzert,
  • immer mit wechselseitigem Kontakt untereinander beim Musizieren!
Oldenburger Kammerorchester beim Proben
Streichquartett: Das Ellern - Quartett beim Foto - Termin

Gestaltung

  • verstehen und spielen, was zwischen den (Noten-)Zeilen steht!
  • Tongruppen als Geste begreifen, nicht als Einzeltöne;
  • melodisch phrasieren; Motive als Ausdrucksgeste;
  • auch Begleitstimmen können einem Ziel oder Schwerpunkt folgen;
  • immer zuhören: verfolgt man die anderen Stimmen,
      wird es auf einmal viel interessanterund verständlicher;
  • Intonation mit reinen Intervallen (tiefe Mollterz, hohe Durterz) (mit Ausnahmen);
  • Arbeit an der Artikulation auch am Ende der Töne; sich entwickelnde Töne
  • ausreichende Unterschiede in Dynamik und Klangfarbe
  • Händel sollte anders gespielt werden Halvorsen,                                               Schubert klingt anders als Schostakowitsch...